About

Die Elektro-Kartell Lounge (EK-Lounge) ist ein Projekt für live improvisierte Musik. In regelmäßigen Sessions streben die Akteure mit Ihren elektronischen Instrumenten einen Gesamtklang an, der sich stilitisch als Ambient-, bzw. Chill-Out-Musik beschreiben läßt. Die zusammengeschalteten Klangerzeuger werden nicht zentral kontrolliert. Jeder Beteiligte versucht eigenverantwortlich, mit seinem Beitrag möglichst zurückhaltend einen passenden Anteil am Gesamt-Sound zu liefern. Eine perfekte Sequenz entsteht, wenn eine Dramaturgie (Intro, Anstieg, Schluss) im sich selbst regulierenden, harmonischen Music-Flow erkennbar wird.

Die Vorgeschichte

Anfang 2006 entdeckte einer von uns beim Websurfen die Ambient Music Web Site www.sphericlounge.de (inzwischen nach blogspot.com umgezogen). Das dort vorgestellte Konzept (siehe auch unten) und natürlich die Musik hat ihn sofort begeistert. Als er dann sah, dass die Idee des nichtkommerziellen Musikimprovisierens auch einen Ableger im Ruhrgebiet (siehe auch Menüpunkt Others) hervorgebracht hat, fasste er den Entschluss dies auch in Rhein-Main zu probieren.

Er machte sich auf die Suche nach Synthesizermusikern im Frankfurter Raum und stiess auf das Elektro-Kartell. Der Vorschlag dieses neuen Projektes fand auf Anhieb begeisterte Interessenten. Und so wurde kurzerhand am 28.05.06 die erste private Session durchgeführt.

Das Konzept

Enzo Cage, Gründer von Spheric Lounge in München: die spheric lounge improvisiert electronic ambient musik. alles - melodie, harmonie, rhythmik, wirklich alles dient als klangträger, ohne vordergründig oder dominant zu werden. ambientmusik ist klang! ambient lebt von flächigen, sphärischen klängen, von raumhall und von als faszinierende klangereignisse eingebrachte melodien, harmonien, geräuschen und perkussiven elementen.
treibende beats existieren nicht im ambient. klangorientierte perkussionstexturen jedoch durchaus. besonders den spielern mit akustischen instrumenten wird ein hohes einfühlungsvermögen in das kollektiv erzeugte klangbild abverlangt,
auch sie müssen in diesem kontext klangorientiert denken und hintergründig bleiben. wer in grossen gruppen electronic ambient improvisiert, will nicht dominieren, sondern primär unterstützen. selbstdarsteller schwächen das projekt und sind nicht willkommen.
ambientmusik fordert vom zuhörer sehr wenig aufmerksamkeit - will hintergründig bleiben, schleicht sich über die hintertüre ins unterbewusste und wird besonders faszinierend, wenn es subtilste ereignisse in der musik schaffen, sich kraftvoll die volle aufmerksamkeit des hörers zu packen - indirekt über den flow.


Das Konzept von EK-Lounge ist genauso wie bei Spheric Lounge: Gemeinsames, improvisiertes Musizieren, wobei der Rahmen Ambient Music das Improvisieren dahingehend erleichtert, dass auch nicht so Takt- und Musiktheoriegeübte mitspielen können. Im Vordergrund steht der Spass.

Um den Erfolgsdruck, der ein Spassverminderer sein könnte, aussen vor zu lassen, wird hier darauf hingeweisen, dass dieses Projekt ausdrücklich nicht-kommerziell ist. Jeder kann sich natürlich in eigenen Projekten mit den Akteuren treffen und den Sprung in den Geldspeicher wagen :-)

Das Elektro-Kartell hat übrigens ein eigenes, offizielles Label (LC 10807) für Veröffentlichungen: ek-Digital

Öffentliche und private Sessions

Es ist vorgesehen, sowohl private als auch öffentliche Sessions zu veranstalten.

Öffentliche Sessions finden immer wieder an verschiedenen Orten (Ankündigungen im Forum) statt. Erfahrungsgemäß haben diese Sessions eine Tendenz zum Chaos je mehr Akteure mitspielen. Deswegen sind ein paar Regeln nötig, die jeder akzeptieren sollte. Zusätzlich bitte vor der Teilnahme im Elektro-Kartell Forum im Bereich EK-Lounge Kontakt aufnehmen. Die Organisation kann dann den Aufwand für die Technikinfrastruktur (Mixerplätze, Mindestanzahl der Stromanschlüsse, etc.) besser abschätzen und steuern.

Es ist gewollt, dass sich die EK-Lounger auch in verschiedenen privaten Sessions treffen. Private Sessions haben ein Platzproblem. Bitte habt Verständnis, dass nicht jeder (per PM mit Zeit und Ort) eingeladen werden kann. Organisiert doch einfach eigene Sessions! In unserem EK-Lounge Forum geben wir Euch Unterstützung.

Die Regeln

Wie beim Vorbild Spheric Lounge haben wir uns auf Regeln geeinigt, die das gemeinsame Musizieren erleichtern.

  • Rechtzeitig zur Aufbauzeit erscheinen (Keine technische Hilfestellung während laufender Session erwarten)
  • Vordergründige Beats erst ab der zweiten Hälfte der Session / Anstiegsdramaturgie
  • Kopfhörervorhörmöglichkeit (DJ-Mixer, P-re F-ader L-istening) zur Chaoseindämmung
  • Bitte kein offener Soundcheck: "Schon die erste Note ist Musik!"
  • Fehler machen erlaubt. Wer experimentiert und spielerisch lernt, macht zwangsläufig Fehler
  • Jeder sollte seinen dem Mix beigesteuerten Rauschpegel eigenverantwortlich minimieren
  • Der Spass an der gemeinsamen Musik steht im Mittelpunkt

Bewährt hat sich die Vorgehensweise, dass keiner der Akteure versucht, sich aktiv in den Vordergrund zu spielen - vorallem durch Erhöhung der Lautstärke. Dies entspricht einerseits dem hintergründigem Charakter der Ambient Music, aber es hilft auch Übersteuerungen in der Aufnahme zu vermeiden.

reverb: ... Man muss nicht ständig was liefern. Einfach mal Zuhören ist erlaubt und macht auch Spass. Unsere Improvisation sollte wie ein großes Mosaik aus kleinen Steinen sein: Jeder Künstler schaut sich das bisher Gelegte an, betrachtet sein Stück für sich, überlegt, ob es passen könnte, nimmt eventuell kleine Anpassungen vor und setzt es (mit seinem Mischer) ins (Klang-)Bild. Es geht um den Gesamtsound, der überwiegend ausgewogen (in Lautstärke und Frequenzbelegung) und zurückhaltend sein sollte - Ambient Music eben.

Die Dokumentation

Es gehört zum EK-Lounge-Konzept, dass alle Sessions dokumentiert werden: Es werden Fotos und die gesamte gespielte Musik aufgenommen. In der Nachbearbeitung werden dann die besten Stücke/Sequenzen über die Website lounge.elektrokartell.de veröffentlicht.

Die Nachbearbeitung besteht aber nur aus der Sequenzauswahl und dem Hinzufügen von Ein- und Ausblendungen. Manchmal werden auch Remixes erstellt. Diese sind dann aber als solche gekennzeichnet.

Noch ein paar Worte zum Nachbearbeiten: Nach der Sequenzauswahl wird auf 0 dB (oder kurz darunter) normalisiert und danach entrauscht. Man kann, wenn man Zeit und Muße hat, die Verspieler per Crossfade herausziehen. Aber man sollte es mit der Nachbearbeitung nicht übertreiben. Es soll keine CD-Produktion abgeliefert werden, sondern nur eine kleine, nette Erinnerung zum Anhören.

Der Spass bei der Improvisation ist das Wichtigste!